Vikingfisk

16.08.10 | 17:30 | Chris Mess

Alle Wetter!

I'm drinkin' in the rain...

blog_stoffelallsterne2010-01Ja, neee! Eigentlich ein solides Doppelt-"Neee!" für Deine Leistungen, Herr Petrus!
War doch das STOFFEL im Allgemeinen und der Auftritt von Iso und den Bubenz dieses Jahr mal nicht von Regengüssen heimgesucht, so hatten sich zum Allsterneabend doch einige Regenwolken über dem Günthersburgpark versammelt.
Das war durchaus nachzuvollziehen, keine Frage, denn die Künstler waren wirklich sehenswert, selbst für einen Cumulonimbus.

Los ging es mit Jakob/Jonny/Luka, drei ausgemachten Bluesprofis, die in der Reihe "Jugend rockt" bewiesen, daß man keine einssiebzig sein muss, um die Menge zum kochen zu bringen.
Also, außerhalb der "Mini Playback Show".

blog_stoffelallsterne2010-02"I've never seen a guy that short have the Blues that bad!" entfuhr es Kalle folgerichtig!
Auch wenn etwas an Alkohol und Kippen in der Stimme fehlte, so war spätestens bei "She's Got The Jack" von AC/DC klar, daß die Jungs ihr Handwerk verstanden – auch wenn es ihnen wohl nicht klar war, daß sie nicht über eine Runde Poker sangen...

Konsequenterweise enterten danach Die Papas die Bühne, um eine Lanze für die "Generation 40+" zu brechen, wenn es um Lebensweisheiten und gepflegtes Musizieren geht.
Die Herrenwitze, die sie im Backstage mit den Fiskies rissen, lassen sich hier nicht wiedergeben, denn dieser (dieses?) Blog ist – wie an anderer Stelle bereits erwähnt – dem Jugendschutz verplichtet.

Traurig aber war: selbst der nun folgende René Moreno vermochte es mit seiner sonnendurchfluteten Musik nicht, für besseres Wetter zu sorgen, spätestens jetzt fragten sich einige Zuschauer, ob es eine gute Idee gewesen war, Herrn Kachelmann aus der U-Haft zu entlassen. Aber darauf soll hier nicht näher eingegangen werden.

Polyglott ging es weiter mit Anke Keitel, die sich mit ihrem multiinstrumentellen Charme auf E-Piano und Gitarre beschränken musste, denn auch eine STOFFEL-Bühne kann beim Allsterneabend nicht so reich gedeckt sein, um das wirkliche Spektrum dieser jungen Dame abzudecken.
"Leider" mögen da manche sagen, aber wenigstens wurde ihr wunderhübsches Kleid nicht nass, denn es gab einen "Schirmherren", der sie zur und von der Bühne brachte.

Daß sich danach Matthias und Filippo (bekannt auch als "Guter Geist des Stagehandling" beim STOFFEL) vorgedrängelten, wurde von allen anwesenden Künstlern gerne hingenommen, denn schließlich holten sie sich die eingangs erwähnten Blues-Bømmels mit auf die Bühne, um das von Osakr aus der "Sesamstraße" bekannte "Ich mag Müll" zu zelebrieren.
Und da die "Sesamstraße" im selben Postleitzahlenraum wie die "Muppetshow" spielt, waren die Bubenz natürlich hin und weg!

Wer genau Casey Keth ist, war im Netz der Netze nicht schlussendlich zu klären, ganz klar war allerdings, dass es an diesem Abend auf der Bühne zu finden war, um mit seiner Gitarre und einer reibeisenweichen Stimme die Beiwohner zu verzaubern!

blog_stoffelallsterne2010-03Im Anschluss boten "The Devilish DoubleDylans" Feinstes von Robert Allen Zimmerman (besser bekannt als Bob Dylan) dar.
Obwohl die Bubenz überhaupt nicht auf nöligen Weltschmerz-Folk stehen – das war immer eher was für die Gymnasiasten aus Humble – die DoubleDylans begeisterten sie sowas von total, da blieben Münder offen stehen, dass es da reinregnete!
Huiuiui, aber dermaßen derbe Huiuiui!

Das hatte Schmiss, das hatte Biss und das Augenzwinkern, mit dem die drei Musiküsse die "eingetrampelten Pfade ehrfurchtsvoller Lagerfeuerversionen" komplett ignorierten, war erstaunlich.
Hier wurde Dylan nicht gecovert, hier wurde er interpretiert!

Reiner Weisbecker, der diplomierte "Frankfurter Mundartdichter und Liedermacher" brachte etwas Lokalkollorit ins Spiel, denn es sollte nicht in Vergessenheit geraten, wo das großartige STOFFEL stattfindet und das der Hesse (und die Hessin!) an sich seine ganz eigene Art von Humor hat.

Ja und dann hatte die Stunde für Iso & the Gang geschlagen, als Vertretung für den kurzfristig verhinderten Prof. Mainmann war Papa Tombass am Start. Raus auf die Bühne und mit gepflegtem skiffeligem Bierzeltpop alle Anwesenden davon überzeugt, daß feuchte Bierbänke nun wirklich keinesfalls der richtige Ort sind, um seinem Popo bei solch nasskaltem Wetter zu parken.
Schütteln war angesagt. Und Klatschen, Mitsingen, Abhotten!
Nicht, daß uns am Montag Beschwerden von Arbeitgebern ins Haus flattern, man habe zu hohen Krankenstand wegen Schnupfen in Folge des Allsterneabends zu beklagen!
Zum großen "Pop of King"-Tribut schanghaite Iso dann kurzerhand auch noch Herbert (vom Stalburg), Papa Reiner und Jan von X-It!

Selbst mit einer sehr kleinen Auswahl aus ihrem Programm schafften es die fabelhaften X-Its, das Publikum weiter auf den Beinen zu halten.
Blasenunterkühlung musste schließlich jede Chance verbaut werden!

blog_stoffelallsterne2010-04Und über Sven Panne muss hier eigentlich kein weiteres Wort verloren werden (weil der schon beim Allsterneabend '09 so großartig war), außer vieleicht der Hinweis, daß ein Besuch seiner Konzerte Pflichtprogramm sein sollte. Und daß er fast mehr Backstage-Bier trank, als der Fiskecore zusammen.
Wer ihn noch nicht gesehen hat, sollte besser seine Haus- aufgaben machen, verbimmeltnocheins!

Wie es so eine gepflegte Tradition ist, bestritt Matthias Keller dann den "Headliner-Slot" bevor die ganze Bagage die Bühne in Beschlag nahm, um das traditionelle Schlußnummer des STOFFELs zu zelebrieren.
Daß es sich dabei um den "Grießbrei" (hier in einer inbrünstigen "Lullaby"-Version) handelt, sollte eigentlich jede(r) wissen – folglich nur der Chronist-Pflicht halber erwähnt.

Also, nur noch rund 330 mal schlafen (in etwa fünf mal Duschen für die Fiskies) bis zum nächsten STOFFEL.
Wir sehen uns dort – besseres Wetter wurde schon bestellt!

02.08.10 | 11:29 | Chris Mess

Offene Luft!

Ja das ist STOFFEL, richtig lecker STOFFEL...

blog_stoffelzeichnung1"Ein Spaß für Jung und Alt" ist häufig eine Bezeichnung, die mit sehr sehr viel Vorsicht genossen werden muss.
Wenn man Pech hat, wird damit der armselige Versuch beschrieben, krampfhaft ein Volksfest zu bespielen und eher Gähnen zu provozieren.
Wenn man Glück hat, ist damit der gestrige Sonntagabend beim STOFFEL gemeint.

Zuerst sorgte Niels Kaiser im Rahmen des STOFFELchens für vergnügte Kinder und belustigte Eltern. Und die Bømmels waren dann natürlich noch anwesend, als die Bubenz vom Fiskecore zur Brüllprobe an die Mikros mussten.

Und jetzt? Verschreckte Knirpse, die weinend nach ihrer Mutter schreien? Irritierte Racker, die dringend einen Kindertherapeuten benötigen?

"Aux contrair!" wie der Franzose sagen würde! Die Steppkes fanden es richtig erheiternd, als sie mit ihren eigenen Äugelein sahen, wie einfach es ist, nur mit der Kernkompetenz "Brüllen" auf eine Bühne zu kommen – denn Brüllen bzw. Kreischen, das ist kinderleicht!

Oha! Da war natürlich erst mal ein ganz schönes Getöse vor der Bühne! Iso nahm es mit Fassung – er ist schließlich Schlimmeres auf der Bühne gewohnt...

Der Auftritt lief blendend, das Publikum war begeisterungsfähig für drei und war bei der Vielzahl von Mitmachaktionen vorbildlich dabei. Heidewitzka!

blog_stoffelzeichnung1Wie es die fabelhafte Petra beim ganzen Klatschen und Singen schaffte, die hier im Blog anwesenden Bilder zu zeichnen, bleibt ihr kleines Geheimnis.
Und unser herzlicher Dank dafür sicher!!

Abgesehen von einem dentalen Zwischenfall von Herrn Doktor Geo Køhler lief es auch recht reibungslos, keiner nahm Anstoß an den etlichen Verpeilern der Bubenz und es wurde sogar ein Nachschlag gefordert!

Dass danach Dota und Uta (die Kleingeld-prinzessin & die Köbernick) mit etwas leiseren Tönen auf dem Programm standen, schien zu diesem Zeitpunkt überaus gewagt!

Doch vieleicht gerade wegen des Kontrasts und weil die Damen ihr Handwerk meisterhaft beherrschten, war der eigentlich zu erwartende Stilbruch kaum merklich.
Selbst die hinter der Bühne verbliebenen Fiskies konnten sich dem Charme der beiden Künstlerinnen nicht entziehen und spendeten verzückt Applaus bis die Handflächen glühten.

Wer dabei war, wird es bestätigen können, wer das verpasst hat, wird eventuell ein Leben lang damit hadern. Irgendwas ist ja immer.

15.07.10 | 21:15 | Chris Mess

Nix wie weg!

...at rejse på ferie

blog_urlaub Mann! Is echt lange nix passiert hier!
Gibt es aber eine ganz simple Erklärung: die Fiskies wollten vor der Hitze fliehen und sind einfach in den Urlaub abgeflogen.

Also kurzerhand das Familienzelt von Olsens geschnappt, ein paar Sachen zusammengepackt, den Goldfischen für fünf Wochen Futter ins Aquarium und ab an die Autobahn – Daumen raus!

Schade eigentlich, dass sie sich dabei leider auf die falsche Fahrbahnseite gestellt habe und so nicht im kühlen Dänemark, sondern an der französichen Atlantikküste gelandet sind.
Aber irgendwas ist ja immer!

Alles halb so schlimm, denn der Campingplatz-Kiosk hielt doch "Dagsbier" in ausreichender Stückzahl bereit. Also ein bisschen Danmark fernab der Heimat. Zumindest augenscheinlich.

Wie groß war die Enttäuschung, als nach einer eingehenden Geschmacksprobe und genauerer Inspektion des Kleingedruckten klar war: man wurde ahnungsloses Opfer eines dreisten und vorsätzlichen Etikettenschwindels!

Denn: Dagsbier wird in Deutschland gebraut und leichtgäubigen Dänen von verschmitzt grinsenden Franzosen mir nichts dir nichts und ohne Rücksicht auf Verluste verkauft! Geht ja gar nich!

Wobei es schlimmer hätte kommen können, also mit belgischem Bier, zum Beispiel...

Und wenn der Orientierungssinn der Bubens nicht mal wieder komplett daneben liegt, werden sie auch pünktlich zum STOFFEL wieder in hessischen Gefilden angekommen sein.

Da hat sie Iso nämlich am 1. August eingeschmuggelt (am 19.07. kann man dort übrigens die großartigen Papas sehen!) und am Allsterneabend werden sie ihr Glück erneut auf die Probe stellen.

Leichtsinnigerweise wurden die Fiskies auch von laut?los! für den 24.09. ins Bøf in Rüsselsheim als "Spezialgäste" geladen. Mit der Ansage, die Bubenz in Bier zu ertränken.
Kalle ist ja sowas von gespannt!

Und dann ist da ja noch "Mein rosarotes Einheizlied" am 2. Oktober im Bett...

Wer also meint, der Sommer sei schon zu heiß, der könnte noch überrascht werden!

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